Beschreibung:
Die Fahrt. Nach der Fahrzeugübernahme in Page, bei Rick Sparks, fuhren wir ca. 30 mls auf der US 89 in Richtung Kanab zur Paria Contact Station. Die Wetter- und Straßenbedingungen seien für die nächsten 2 Tage gut, meinte der Ranger – prima. Rein ins Auto und weitere 5 ‘asphaltierte’ Meilen, auf der US 89, bis zur House Rock Valley Road (HRVR) fahren.
Dieser Dirt Road, die durch
Witterungseinflüsse sehr gelitten hat,
folgen wir ca. 20 mls, vorbei an den schönen Monoclines und Badlands, nach Süden. Bei GPS: 12S 0405310 4079860 biegen wir links auf die BLM-Road 1017, die durch das Corral Valley führt und in einem guten Zustand ist, ab. Nach ca. 3,1 mls erfolgt ein Wechsel auf die BLM-Road 1066 in nördliche Richtung. Am Red Pocket Corral angelangt, ist Gate Nr. 1 zu öffnen und zu schließen. Wir folgen dem weiteren sandigen und felsigen Verlauf der BLM 1066, lassen die Sandhill Ranch links liegen und haben nach ca. 10,8 von der JCT BLM 1017 gefahrenen Meilen, das Ende der BLM-Road 1066 erreicht.
Wir fahren in Richtung Osten auf einem ausgefahrenen sandigen Trail, der auf keiner Topo-Map verzeichnet ist, parallel zu einem
Weidezaun
und erreichen Gate Nr. 2. Wieder muß Heike ran und Portier spielen. Unweit vom Gate in einer Gruppe von Buttes steht ein kleiner Arch, einige Cowboy Glyphes sind auch zu sehen – GPS: 12S 0417698 4088083.
Der Trail wird zusehends rauher. Tiefe, sandige Spurrinnen, felsiger, spitzkantiger Untergrund auf dem Weg nach oben, teilweise tiefe Sandstellen auf dem Weg nach unten - einer markanten Stelle (‘Runter immer - Raufwärts nimmer’) zum Gebiet der White Pocket. Unser Cherokee schlägt sich tapfer, fahrerische Höchstleistungen werden nicht abverlangt. Nach ca. 15 mls von der HRVR, bzw. 70 mls von Page haben wir am späten Nachmittag das Areal unserer Begierde erreicht. An einer Wacholderbaumgruppe, südlich des Trailheads, schlagen wir unser Lager auf und bereiten das Fahrzeug für das Nachtlager vor.
Nach einer kurzen Pause in dieser Idylle wandern wir zum Trailhead. Ein weißer Van, der mir bekannt vorkommt, steht auf dem Parkplatz. Wir wandern weiter in südwestliche Richtung über Sand und dem
grauen, brainrockartigem Sandstein,
von dem diese kleine und überschaubare Areal, mit seiner Fläche von ca. 0,23 Km2, ‚überzogen‘ ist. Auch hier waren wieder ‘Hiking Cows’ unterwegs, die ihr Revier markiert hatten. Einen Augenblick später sind wir mitten im Geschehen. Hier und da ist die graue brainrockartige Kruste aufgerissen und
rote Sandsteinmuster treten hervor – Wow.
Die Buttes mit ihren
roten und gelben Farbbändern – einzigartig.
Kein Wunder, daß hier einige Photographen regelrecht ausflippen.
Wir wandern weiter. Eine Besuchergruppe pausiert im westlichen Bereich. Wir grüßen winkend und betrachten die Westseite auf dem Weg
nach Norden. Das Wetter ist leider wechselhaft.
Immer wieder verdecken Wolkenbänke die Sonne. Gefüllte Pools? Leider Fehlanzeige. Die Besuchergruppe hat inzwischen zu uns aufgeschlossen. Ich spreche ihren Guide an, ob er Steve von der Paria Outpost sei – denn kaum ein anderer bringt mehr Leute hierher und führt sie mit viel Sachverstand und Liebe zur Natur durch die faszinierenden Landstriche. Er bejahte lächelnd. Während einem kurzem Gespräch über White Pocket, Cobra Arch und die Edmaiers Secrets, zeigte er uns die am Ende des White Pocket Gebietes liegende Höhle
mit ihren Petroplyphen.
Wir verabschiedeten uns. Steve führte seine Gruppe weiter und wir wanderten in aller Ruhe an der Westseite entlang, in Erwartung auf den Sonnenuntergang, zum Ausgangspunkt zurück. Von der Westseite genießen wir die herrlichen Ausblicke zu den North-South Teepees, das Top Rock Massiv und das in der Ferne liegende Grand Staircase-Escalante NM.
Endlich der
Sonnenuntergang.
Es ist äußerst Bemerkenswert, wie sich die Farbgebung
des Sandsteines fast minütlich ändert.
Nach dem wir uns hier genug ausgetobt hatten, wandern wir, nach insgesamt 4 mls, zu unserem Fahrzeug zurück und ließen bei einem Campfire einen erlebnisreichen Tag ausklingen.
Die Nacht, abgerundet vom Geheul der Coyotes,
verbrachten wir im Jeep, der uns einigermaßen Platz bot.
Am nächsten Morgen – wir waren bei Zeiten munter, hieß es erst einmal ‘Knochen richten’, Kaffee kochen
wieder Mensch werden und das Fahrzeug
für die Weiterfahrt vorzubereiten. Vor Sonnenaufgang wanderten wir in das südwestliche Gebiet zurück,
um ihn dort zu erleben – phantastisch.
Nach dem der ganze Zauber vorüber war, ging´s zum Fahrzeug zurück – die Cottonwood Teepees warten. Bye, bye White Pocket, bis zum nächsten mal.
Fazit:
Eine interessante, einmalige und abwechslungsreiche Halbtageswanderung abseits der Touristenpfade in reizvoller Landschaft mit spektakulären, Sandsteinformationen und Farben – sehr empfehlenswert.
Wegstrecke Hintour mit Fahrzeug von Page via US 89 insgesamt: ca. 70 mls
Wegstrecke Rücktour mit Fahrzeug via US 89A nach Page insgesamt: ca. 90 mls
Wegstrecke Wanderung insgesamt: ca. 5.5 mls
Zeitbedarf Wanderung insgesamt: ca. 5 h
Zeitbedarf morgens insgesamt: ca. 1,5 h
Topo-Map White Pocket
Tip: Der Rückweg via US 89A zieht sich fürchterlich in die Länge. Es ist angenehmer, über die House Rock Valley Road (HRVR), via US 89 nach Page zurückzufahren.
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